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Auf, auf in den Jurassic Park denke ich mir im Stillen, als ich im Bus unseres Fotografen Christian sitze! Seinen Hund, am Kopf kraulend, zwischen meinen Beinen und einen arbeitswütigen, aufgeregten Kameramann zu meiner Rechten! An dieser Stelle noch mal bemerkt, Marko, Deine Arbeiten sind fantastisch. Parkplatz direkt vor dem Jurassic Park gefunden, alle aus den Bus gesprungen (nur der Hund muss drinnen bleiben), Pässe besorgt und auf geht´s in den Berliner Columbia Club zu den Rock-Dinosauriern!
Fast ausverkauft, würde ich behaupten, und von der Bühne wummert es schon ordentlich: P.U.M.P. hämmern ihren beeindruckend, frischen Sound in die Menge und werden entsprechend gut von den hier anwesenden „Altrockern“ aufgenommen.
Aber zurück zur Rocklegende UFO, welche heute Abend (hoffentlich) ihr Bestes geben werden. Ich muss gestehen, dass ich leicht vorbelastet in das Konzert gehe, da UFO für die im Sommer stattgefunden Festivals, an denen sie teilgenommen haben, sehr heftige Kritiken einstecken mussten. O.k., diese Gedanken jetzt beiseite und Spannung steigen lassen.
Gegen 21 Uhr ist es soweit, „lights out“ und UFO brettern gleich mit „Saving Me“ vom aktuellen Album "The Visitor" los. Allen voran fällt mir die extreme Spielfreude der Band auf. Man bedenke, dass 2009 das 40 jährige Jubiläum der Band ist, und mit "The Visitor" das 20zigste Studioalbum produziert wurde. Das Besetzungskarrusell hat ja nur einige der originalen Bandmitglieder gelassen. Pete Way allerdings fällt aus auf der Tour, krankheitsbedingt. Er wird von einem jungen, New Yorker Bassisten ersetzt. Wirklich erstaunen lässt mich die vorhandene Stimmegewalt von Phil Mogg. Er verfügt auch über eine außerordentliche Bühnenpräsenz und versteht es, sein Publikum zu unterhalten. Löblich auch, dass UFO durchaus auf Titelzurufe aus dem Publikum reagieren, also keine festgelegte Setlist.
„Mother Mary“ ist gleich nach "Daylight" der dritte Titel, und hier auch wieder die pure Spielfreude. Selbst die gespielten Titel der „Schenker Ära“ haben kein Rost angesetzt. Warum keine Titel aus der Paul Chapman Ära gespielt werden ist mir unklar, wird mir aber später im Interview von Andy Parkererklärt. Es gibt ein bunten Mix aus vergangnen UFO Alben, sowie noch den Titel „Hell Driver“ aus dem aktuellen "The Visitor". Super, dass wir nicht nur die neuen Titel zu hören bekommen. Hier muss ich kurz nochmal bemerken, auch wenn mir "The Visitor" nicht auf Anhieb gefallen hat, wird das Album of zu Unrecht zerrissen. Blues (ig) hin oder her, die Herren befinden sich an einem Punkt, an dem sie niemanden mehr etwas beweisen müssen.
Ich muss zugeben, aus meiner Sicht als UFO-Fan, die Titel aus der Schenker Ära hat man im Kopf und sie klingen ein wenig, aber auch nur ein wenig befremdlich mit VINNIE MOORE. Er versucht nicht die Soli zu kopieren, was natürlich auch gut so ist, denn er ist ohne Frage ein sensationeller Gitarrist. Bedauerlicherweise, muss ich runter in den Backstage Bereich zu meinem Interview mit Andy Parker & Vinnie Moore, und kann das Ende des Konzerts nur als lautes Bollern im Keller verfolgen, es klang aber nach 2 Zugaben.
Letztendlich werde ich für den Ausfall noch entlohnt, indem ich die gesammelte Band kennenlernen darf (ob Mr. Mogg mich durch den Nebel überhaupt noch wahrgenommen hat ? ).
Für mich steht fest, UFO 2009 noch kein bisschen leise! Immer ein Konzert wert!
Vielen Dank an Tonio Neuhaus (Tourmanager UFO) für den professionellen Ablauf. Christian, Marko und Torsten – War ein verdammt langer Tag mit Euch – Vielen Dank!
Holger
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