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Nach jahrelanger Durststrecke ihrer Fans in Deutschland und Europa sind die Götter des Southern Rock Lynyrd Skynyrd endlich wieder auf Tour und präsentieren in vier Städten Deutschlands ihr neuestes Studioalbum „God & Guns“. Am 26. Februar kam es in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle zum lang ersehnten Gig. Doch bevor ich auf dieses Ereignis näher eingehe, möchte ich Euch voller Stolz mitteilen, dass more-metal.com es geschafft hat, die Repräsentanten der Band, Gary Rossington und Rickey Medlocke, in die Showräume von Gibson-Guitars einzuladen, um vor laufender Kamera ein ausführliches Interview zu präsentieren. Die Fans der Band werden wissen, dass die Musiker normalerweise keine Live-Video Interviews während der Tour geben, und somit durch unsere Hilfe ein Tabu der Band gebrochen wurde. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an das Team von Gibson in deren Räumen wir filmen durften.
Kaum bei Gibson angekommen, schnappten sich die beiden zwei exklusive Gibson Gitarren, und spielten uns einen Song aus Ihrer aktuellen CD „God & Guns“ vor. Natürlich zur Freude aller Anwesenden und ebenfalls ausnahmsweise vor laufender Kamera. In unserem anschließenden Interview werden wir natürlich eine Kostprobe davon veröffentlichen. Freut Euch also schon mal auf eine absolute Rarität, die Euch more-metal.com hier zeigen kann. Beide redeten im Interview auch sehr offen über Ihre Musik, Ihre Bandkollegen, sowie private Dinge und natürlich davon, was in der Zukunft geplant ist. Habe ich Euch neugierig gemacht? Dann klickt Euch weiter durch den Bericht, und genießt die Bilder und das Video.
Am Abend dann endlich das lang ersehnte Konzert, bei dem es im Vorprogramm auch eine kleine Überraschung gab. Die etwas älteren Leser werden sich doch sicherlich noch an LAKE erinnern. Ja, genau die deutsche Band, die Ende der 70er bis Anfang der 80er in Europa recht erfolgreich war, und auch mit einem Ohrwurm in den Charts vertreten war. Ich gebe zu, dass ich ewig nicht mehr an die Jungs gedacht habe, und auch nicht wusste, ob sie überhaupt noch existieren. Bitte verzeiht mir meine Unwissenheit. Und siehe da, plötzlich spielten sie ohne Vorankündigung im Vorprogramm von Lynyrd Skynyrd, und das nicht einmal schlecht. Da wurden alte Erinnerungen aufgefrischt, und als sie nach 30 Minuten wieder von der Bühne verschwunden waren, keimte in mir die Hoffnung auf, in der nächsten Zeit wieder mehr von ihnen zu hören.
Aber dann, Punkt 21.00 Uhr standen endlich die Götter des Southern Rock auf der Bühne, und als Johnny Van Zant als Opener „Lynyrd Nation“ von der neuen CD anstimmte, begann ein gnadenloses Rockgewitter. Jeder folgende Song wurde hammerhart, und mit einer unglaublichen Spielfreude gespielt. Riesenstimmung vor und auf der Bühne. Die Musiker gaben wirklich alles, und wenn man dann mit ansieht, wie vier Gitarristen in einer Reihe die Soli synchron spielen, da läuft es einem schon eiskalt den Rücken runter. Jeder in der Band ist ein absoluter Perfektionist, und trotz Ihres Superstar Status wurde munter mit dem Publikum kommuniziert, und man hatte das Gefühl, dass die Songs wirklich aus dem Herzen kommen, und mit Leidenschaft gespielt wurden. Die Abstimmung der Musik war auch perfekt, auf powervolle, schnelle Stücke folgte eine schöne Ballade, und zum Schluss durfte natürlich die Südstaaten Hymne „Sweet Home Alabama“ nicht fehlen. Allerdings fand ich dieses Stück für meine Begriffe etwas zu ruhig, da hat irgendwie der Pepp gefehlt. Mit einem ausgiebigeren Gitarrensolo wäre es bestimmt besser rüber gekommen. In der Halle war es deutlich zu spüren. Bei den schnelleren Stücken kam deutlich mehr Stimmung auf, und so waren die Zugaberufe auch eher etwas verhalten. Und leider war diese Zugabe auch nur etwas dürftig, und nach noch nicht einmal 90 Minuten war der Abend auch schon wieder zu Ende. Trotzdem war es ein sehr geiles Konzert, das ich mir jederzeit wieder ansehen würde, aber beim nächsten Mal bitte etwas länger. Genügend Potenzial nach 40 Jahren Bandgeschichte ist ja wohl vorhanden.
Story by Holger Ott
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